Das zweite Quartal brachte dem Anlagenbauer Erlöse von 191,8 Millionen Euro mehr als das Dreifache des entsprechenden Vorjahreswerts von 56,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte noch stärker auf 60,6 Millionen Euro zu, nach 4,7 Millionen vor Jahresfrist. Analysten hatten ein derart rasantes Wachstum nicht erwartet und waren von einem Umsatz von 178 Millionen und einem Ebit von 56 Millionen Euro ausgegangen. Netto verdiente Aixtron 42,3 (nach 3,3) Millionen Euro.
Neben den nicht abebben wollenden Aufträgen habe auch der stärkere Dollar zum Umsatzschub beigetragen, teilte das TecDax-Unternehmen mit. Der Auftragsbestand stieg um 129 Prozent auf 250 Millionen Euro.
Ebit-Marge soll über 30 Prozent erreichen
Die Orderflut stimmte den Vorstand nun abermals optimistischer. Zum dritten Mal erhöhte das Management die Jahresziele auf einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von etwa 33 Prozent. 2009 hatte Aixtron einen Umsatz von 302,9 Millionen Euro und eine Ebit-Marge von 21 Prozent erreicht.
Die erfolgsverwöhnten Investoren zeigten sich am Donnerstag unbeeindruckt von der freudigen Kunde und strichen nach starkem Start der Aixtron-Aktie ihre Gewinne ein, womit das Papier ins Minus rutschte.
"Industrieller Massenmarkt"
Aixtron erzielt einen Großteil seiner Umsätze mit asiatischen Herstellern von Leuchtdioden (LEDs). Leuchtdioden werden in zahllose technische Geräte eingebaut. Aixtron baut die Maschinen, mit denen Leuchtdioden hergestellt werden.
Auch nach der für den TV-Absatz nicht unwesentlichen Fußball-WM bleibt Aixtron-Chef Paul Hyland zuversichtlich: "Wir befinden uns zweifellos in einer Phase gesunden Wachstums." Die Branche entwickele sich von einem technologischen Nischenmarkt zu einem industriellen Massenmarkt.
Standort:
ARD.de
Börse
meldungDie Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, radiobremen, rbb, SR>, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, arte, PHOENIX, 3sat, KIKA, DeutschlandRadio, DW-World.de Deutsche Welle